Kunst im Norden

Ein Besuch in Büdelsdorf lohnt sich. Das hört sich jetzt nicht so an, man denkt gleich an so eine verschlafene Kleinstadt hinterm Deich/ hinterm Kanal…. Aber dort gibt es die sogenannte Carlshütte.

Nach der endgültigen Stilllegung des Industriebetriebes im Jahr 1997 hat sich
das “Kunstwerk Carlshütte” mit seinen unterschiedlichen Spiel- und Präsentationsstätten zu einem besonderen Ort für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Theater- und Filmvorführungen entwickelt. Besonders die NordArt zieht jedes Jahr 10000e von Besuchern an. Also – falls ihr mal auf dem Weg ins Sommerhaus nach Dänemark oder auf eine der nordfriesischen Inseln seid, fahrt einfach mal nach dem Kanal ab, Richtung Büdelsdorf. Kunstwerk Carlshütte ist ausgeschildert.

Wir haben eine Führung mitgemacht, was das Verständnis für die Kunstwerke und auch die Absicht , die hinter bestimmten Exponaten steht, für mich  deutlicher macht. Bei vielen Exponaten konnte man übrigens mit Hilfe des “Quickscans” (ihr wisst schon, diese komischen viereckigen schwarz- weißen Dinger) noch mehr über Künstler und Werk erfahren, fand ich gut!

Hier nun ein kleiner Zusammenschnitt. In die genormte “Muttibackform” mit dem Kleidchen passte ich übrigens nicht rein – aber wer will das schon???

 

Bei uns regnet es heute Bindfäden, das hatten wir den ganzen Sommer nicht und so bietet sich die Gelegenheit ein bisschen Büroarbeit zu machen und an meinem Häkeltierchen weiter zu arbeiten. Habt einen schönen Sonntag!

Radeln an Werra, Unstrut und Gera

So, nun sind wir wieder eingetrudelt und haben aus diesen vergangenen Tagen ganz viel Kraft und Energie geschöpft. Wenn du mal richtige Erholung suchst, schnapp dir dein Rad und fahr los.

Wir sind diesmal an der Werra- in Meiningen- gestartet, haben uns dann in Hann. Münden zu Unstrut durchgeschlagen ( das war eher so eine alpine Strecke für Flachländer wie mich…) und sind dann an der Unstrut und der Gera wieder zu unserem Ausgangspunkt gelangt.

Zu Beginn, als wir noch in einer größeren Gruppe fuhren, haben wir Quartiere vorbestellt. Auf dem weiteren Weg sind wir einfach geradelt, bis wir keine Lust mehr hatten – teilweise haben wir sehr herrliche Quartiere gefunden – und immer nette und hilfsbereite Menschen. Mit dem Zug sind wir noch nach Oberhof hochgefahren und hatten dann eine rasante Abfahrt – die Bremsen musste ich doch schon festhalten…Ein paar Fotos habe ich euch mitgebracht. Und nun gehe ich mal in euren Blogs lesen. Da warten einige interessante Beiträge, wie mir mein Bloginformator schon zeigte!

 

Sommer in der Provinz

 

Es ist völlig verrückt. Während im Rest der Republik das Wetter sich vorwiegend von seiner schlechten Seite zeigt, haben wir hier SOMMER. In den letzten drei Wochen hat es (bis auf ein paar Tropfen) nicht geregnet. Und nun hat der Gatte auch endlich Urlaub, so dass wir gemeinsam mit unserer Fahrradtruppe auf eine Radtour an der Werra starten können. Hoffentlich ist das Wetter da auch so toll!

Weil es hier im Norden natürlich bei so gutem Wetter besonders schön ist, haben wir schon sehr viele “Sommer To – Dos” abgearbeitet:

Die nördlichste Stadt durchradelt und immer wieder schöne Cafés gefunden, eine Radtour entlang der Flüsse Treene und Eider gemacht und dort an allen Badestellen gebadet, ohne Uhr und Zeitdruck!

Immer draußen gefrühstückt und lange Zeitung gelesen, nebenbei aus den letzten Erdbeeren noch mal eine Ladung Marmelade gekocht und erst heute, dem ersten etwas kühleren Tag, mal wieder die Bude auf Vordermann gebracht.

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Nun verabschiede ich mich für die nächste Zeit und wünsche allen Lesern und Leserinnen noch eine schöne Sommerzeit!

Gartenrundgang

Vielen Dank erst einmal für eure Anti – Motten -Tipps, ich habe einfach alles gemacht, was ihr gesagt habt: Lavendel, Zedernholzteile ökologische Fallen und fieses Mottenpapier. Ich hoffe nun ist die Plage beendet. Eine Motte sah ich mit einer weißen Fahne in der Hand davon fliegen….

Heute nun nehme ich euch einmal mit durch den Garten – sozusagen der jährliche Gartenrundgang… In diesem Jahr haben wir unseren Garten mehr oder weniger sich selbst überlassen. Der Mohn hat die Regentschaft übernommen, auch sehr schön. Aber rote Johannisbeeren und auch ein paar “schrammelige” Kohlrabi konnten wir ernten. Aber genossen haben wir unseren Garten sehr. Die Vogeltränken im Schatten werden reichlich genutzt, allerdings mehr von Fröschen…

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Heute scheint bei uns erstaunlicher Weise immer noch die Sonne, da heißt es: weiter genießen, das schlechte Wetter kommt bestimmt…

 

Sommerfrische daheim

Die Festwoche ist geschafft. Der große Geburtstag der Schwägerin, die Hochzeit des Neffen und nicht zuletzt der Geburtstag von Kind 2, ausnahmsweise mal in der Heimat und natürlich der Besuch der schnuckeligen Enkel…

Jetzt gebe ich die fleißige Putzfrau und genieße das wunderbare Wetter. Da freut man sich doch, wenn die Wäsche so schön trocknet und man zwischendurch kleine Pausen im schattigen Garten verbringen darf.

Es kommt ja wirklich selten vor, dass im Norden besseres Wetter ist als im Süden der Republik – aber in diesem Juli ist es so. Ich schicke euch Südländern mal ein paar Sonnenstrahlen rüber.

In dieser Woche mache ich das gemütliche Entschleunigungsprogramm und häkel höchstens mal ein bisschen an der kleinen “Kängurupuppe” (s.o. : eine sehr gute Kaufanleitung gibt es  bei lalylala) herum.

Mein Weltmeisterpulli wurde übrigens auch rechtzeitig fertig (oben seht ihr ein Archivbild vom 7. Juli…

Die Wollreste sortiere ich übrigens nicht ohne Grund, kamen mir doch gestern so kleine Motten entgegengeflogen, so ein Ärger. Ich habe jetzt kleine Lavendelsäckchen verteilt und hoffe, die Motten so vertrieben zu haben. Oder kennt jemand effektivere Methoden?

 

Bücher Update

Langsam kehrt hier bei uns (mehr oder weniger) Ruhe ein. Ein großes Familienfest steht am Wochenende noch an und dementsprechend sieht hier die Einquartierungslage aus.

Ich möchte aber sehr gerne einige Buchempfehlungen loswerden, vielleicht ist ja für den einen oder anderen etwas dabei.

1. Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten von Daniel Friedman

 

Buck Schatz ist 87 Jahre alt und ein ziemlicher Klugscheißer, der in seinem früheren Leben einmal Detective war. Als er erfährt, dass der Lageraufseher Heinrich Ziegler noch am Leben ist und sich mit Nazigold aus dem Staub gemacht hat, kann er sich aus der immer komplizierter werdenden Angelegenheit nicht mehr heraushalten. Zusammen mit seinem Enkel Tequila stellt er Nachforschungen an und steckt schon mittendrin.

Kann man locker im Urlaub lesen, macht Spaß und man liebt diesen sarkastischen Alten, der so viel durchgemacht hat und immer den harten Macker spielt. 4 Sterne

 

2.  28 Tage lang von David Safier

Ein ganz anderes Buch, als man von Safier erwartet hätte. Vielleicht kennt ihr von ihm das eher lustige Buch “Mieses Karma” oder auch “Jesus liebt mich”.

Die Hauptperson MIra kämpft im Warschauer Ghetto um sich und ihre Schwester. Mehr als einmal hängt ihr Leben am seidenen Faden. Schließlich schließt sie sich dem Widerstand an, 28 Tage können sie der SS trotzen. 28 Tage um zu überleben und um die wahre Liebe zu finden.

Dieser Roman beruht auf Berichten, die David Safier gesichtet hat. Das macht das Lesen nicht einfacher. Ein bedrückender aber wirklich beeindruckender Roman aus der Sicht der jungen Mira. Stellenweise schwer auszuhalten, aber ich bin froh, dass ich dieses Buch gelesen habe.  5 Sterne

Ich lese meine Bücher zunehmend auf dem elektronischen “Reader” oder wie man es nennen mag. Es gefällt mir immer besser!