Supergute Tage…

oder die sonderbare Welt des Christopher Boone.

So heißt ein Buch, das ich vor einigen Jahren mit Vergnügen gelesen habe. Das Buch von Mark Haddon handelt von dem autistischen  15 jährigen Christopher, der alle Primzahlen bis über 7000 auswendig kennt, gelbe und braune Dinge nicht leiden  und auch alle Länder der Welt samt Hauptstädtenaufzählen kann. Als der Hund des Nachbarn mit einer Mistgabel erstochen wird, gerät Christophers geordnete Welt aus den Fugen. Denn plötzlich gerät er in Verdacht und versucht nun, den wahren Täter zu finden.

Dieses Theaterstück wurde heute bei uns auf der kleinen Bühne gespielt. Es war richtig gut.  6 junge Schauspieler spielten mit so einem großen Einsatz, dass die Zuschauer förmlich mitgerissen wurden. Besonders beeindruckt hat mich auch das fantastische Bühnenbild, das mit wenigen Mitteln eine dichte Atmosphäre schaffte. Ach ja, man soll wirklich öfter mal ins Theater gehen…

Wochenrückblick 13/ 2014

GEsportet: Immerhin zwei Mal im Fitness, einmal „Fit ab 40…“—

 

GElesen: fast nichts, ein bisschen in diesem Buch. Ich stelle aber fest, wenn ich nicht die Ruhe habe, mal im Stück zu lesen, komme ich schwer in ein Buch rein. Das Buch spielt in der Künstlerkolonie Worpswede, das interessiert mich schon. Vielleicht fange ich es einfach noch einmal von vorne an!

GEsehen 1: Gestern durfte ich zu einer Generalprobe unseres Landestheaters. Es gab ein Ballett nach dem uralten Film von Fritz Lang: M eine Stadt sucht einen Mörder. Eine ganz tolle Inszenierung. Ich hoffe, dass die heutige Premiere ein toller Erfolg wird. Das Ensemble hat es verdient!

Übrigens gibt es diesen hochgelobten Film von 1932 bei Youtube zu sehen…

GEsehen 2: Fluch der Karibik – Ich muss zugeben, dass ich bislang zwar die Musik zum Film kannte, aber gesehen habe ich diesen Film mit Jonny Depp noch nie. Heute ist nun das gemütliche Sonnabendchillen mit besagtem Film angesagt. Nebenbei kleine Näh – und Flickarbeiten, dann ist der Film sehr unterhaltsam… aber diese dämliche Werbung nervt 😉

GEgessen: Leckeres mit etwas viel Knoblauch – da kann sich die kleine Dänenfamilie, die wir morgen besuchen werden, schon freuen …

016

GEwundert habe ich mich über das trübe Wetter heute – aber morgen wird es bestimmt richtig schön und wir können den Tag mit dem Enkel an der dänischen Ostsee genießen!

 

Einen schönen Sonntag wünscht euch Rana!

 

 

 

 

 

 

Land – Abo

In unserem Theater wurde gestern  „Gertrud“ gespielt, ein Drama von Hjalmar Söderberg.

Das jedoch fesselte uns weit weniger, als der Auftritt einiger  Damen aus dem Landabo Nordfriesland Nord.

Zunächst hält der Bus natürlich direkt vor dem Theater, ca 50 wackere Damen fortgeschrittenen Alters steigen zielstrebig aus.  Ihre Mäntel lassen sie lieber im Bus, so verlieren sie keine Zeit, um ihre Plätze einzunehmen. Heute nun war wohl Frau Hansen als Ersatzfrau mitgekommen und die arme alte Dame  fand ihren Platz nicht. So stöberte sie etwas verwirrt durch den ersten Rang, niemand der anderen Damen half ihr so richtig gerne. Man hatte ja genug mit sich, seinem Programmheft und dem Schnack mit der Nachbarin zu tun…

Nachdem Frau Hansen nun platziert war, ging es los.

Direkt vor uns saßen zwei Damen, die jedes Detail des Theaterstück kommentierten bzw. noch einmal der Nachbarin erläuterten. Das wurde immer lustiger, weil es mehr und mehr an die Muppetshow erinnerte. Zwei Plätze weiter kämpfte jemand mit einem hartnäckigen Husten (durchaus verschleimt, würde ich sagen) und nach dem dritten oder vierten Husten wurde von den Muppetsgirls vor uns kommentiert: „Nun ist aber mal gut!“

Der Gatte musste schon sein Lachen unterdrücken, zum Glück begann die Pause und wir konnten uns erholen.

Mein Lieblingssatz kam so zur Hälfte der „zweiten Halbzeit“.

Die Hauptdarsteller verharren  kurz auf der Bühne, Stille….. und die eine Dame sagt lauthals zu ihrer Freundin: „Ist jetzt Schluss?“

Also, geht mal wieder ins Theater, das Stück ist egal, Hauptsache das Publikum stimmt…

Die Ratten

Ich gehe ja gerne ins Theater und seit Jahren besitze ich ein Wahlabo in meiner Heimatstadt, d.h. ich kann mir die Stücke aussuchen, die ich gerne sehen möchte.

Heute also „Die Ratten“ von Gerhard Hauptmann, sehr mutig inszeniert für ein Theater, das hauptsächlich von Abonnenten jenseits der 70 lebt. Nach ca. 1o Minuten ging das erste Ehepaar, es war auf der Bühne doch ziemlich „sexuell“ hergegangen.

In der Pause verzogen sich noch etwa ein Viertel der Gäste und ich empfand so ein unbestimmtes Gefühl, die Schauspieler durch besondere Aufmerksamkeit und Szenenapplaus zu unterstützen. Denn sie können  ja nun nichts für die Inszenierung…

Wenn wir kein verstaubtes Theater wollen, das die gleichen Stücke und die gleichen Inszenierungen immer wieder anbietet, müssen wir uns auch auf neue Dinge einlassen. Ich bin jedenfalls noch ganz beeindruckt von dieser eigenwilligen Darbietung und mein Geist wurde gefordert. Also, geht ins Theater!

Der Schimmelreiter

Gestern gab es in unserem Theater den „Schimmelreiter“ nach der vielgelesenen und  im norddeutschen Raum sehr bekannten Novelle von Theodor Storm.

Ich gehe ja sehr gern in unser kleines Theater und bewundere die Schauspieler, die wirklich viele verschiedene Rollen in einer Saison spielen müssen. Auch die Bühnengestalter müssen für wenig Geld eine Gestaltung schaffen, die auch noch an verschiedene Auftrittsorte im Land zwischen den Meeren gebracht werden müssen.

LOB an unser Landestheater!!!

Gerade beim Schimmelreiter ( Theaterfassung: John von Düffel) bin ich  immer wieder sehr berührt.

Leider konnte ich  es ja nun nicht für euch filmen, habe aber „Das Ende des Schimmelreiters in Lego“ für euch gefunden. Viel Spaß!