Was gut tut: schwänzen

Bei Frau Kreativberg lese ich immer sehr gerne ihre Beiträge zum Thema: Was gut tut.

Jetzt habe ich mir ihre schöne Idee einmal „ausgeliehen“ und das getan, was mir gut  tut: Nämlich nach einer schlechten Nacht und einem langen Tag einfach einen abendlichen Termin (es geht um kommunale Politik) zu schwänzen. Zuerst meldete sich noch so etwas wie ein schlechtes Gewissen, aber nun sitze ich entspannt an meine Computer. Ich merke immer wieder, dass ich mehr Freiräume für mich brauche – der Gedanke daran, dass alle Abende in einer Woche schon „belegt“ sind, verursacht ein ungutes Gefühl.

Früher hatte ich eher das Bedürfnis viel zu unternehmen und mit vielen Menschen zusammen zu kommen. Heute genieße ich es, wenn es um mich herum ruhig ist, vielleicht leise Musik oder einfach nur lesen oder stricken. Das liegt sicher zum einen an dem Lärm, dem ich ja täglich zumindest zeitweise ausgesetzt bin. Aber ein bisschen gebe ich auch dem „Alter“ die Schuld.

Ist das bei euch auch so? Oder leide nur ich unter zunehmender Häuslichkeit???

Kinder, Kinder….

Einen Rucksack voller Erwartungen schleppen sie mit, unsere Kinder. Besser sollen sie es mal haben, eine gute Ausbildung, immer genug Geld und natürlich viele Freunde. Ach ja, sportlich auch noch und gesellschaftlich anerkannt.

Ich sehe die Gesichter der Kinder bei ihrer Einschulung, den Blick der Eltern, der Verwandten und der Freunde. Es gibt immer weniger Kinder in den Familien, ein einziges Kind muss oft zahlreiche Erwartungen erfüllen. Lasst eure Kinder noch ein bisschen Kind sein, denke ich und weiß auch, welche Sorgen die Eltern umtreiben…

Und ich sehe mich selbst als Mutter, pottenstolz natürlich – aber auch nachdenklich. Warum gehen die Kinder einfach  ihre eigenen Wege? Nehmen unsere durchdachten und klugen Ratschläge nicht an? Warum ist es oft so schwer zu akzeptieren, dass die eigenen Kinder nicht so sind, wie wir es von uns selbst erträumt haben? Ein bisschen mehr Toleranz wäre nicht schlecht, einfach zu sagen: Ich finde dich toll. Und  es macht auch gar nichts, dass Kind 2 jetzt ein fettes Tatoo auf dem Arm hat: Why be normal??Ja warum eigentlich…

An meinen Kleinen

Vorsicht, leicht pathetisch…..

Hallo mein liebstes Kind 2!

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Herzlichen Glückwunsch zu deinem 24. Geburtstag. Ganz schön alt schon … wie alt muss ich dann schon sein, puh.

Schön, dass du in diesem Jahr bei uns bist. Wir backen  Kuchen wie die Weltmeister, um alle die Gäste, die du großflächig eingeladen hast, gut zu versorgen.

Genieß deinen Tag und mach dein Ding, so wie schon immer!

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Müde Phase

Irgendwann erwischt sie mich immer – so kurz vor Ostern – die müde Phase. Gerade dann, wenn allerlei Termine dichtgedrängt den Kalender füllen, fange ich an zu schwächeln und vermittle dem Gegenüber durch ständiges Gähnen reges Interesse an seinen Äußerungen. Gestern bin sogar beim Wimpernfärben eingenickt und durch eigenes Schnarchen etwas abrupt hochgeschreckt – peinlich… Dabei kann man bei dem Sturm und fallenden Temperaturen gar nicht mehr von Frühling sprechen.

Nun versuche ich  mit allerlei Tricks gegen diese bleierne Müdigkeit anzugehen. Bisher ohne größeren Erfolg ausprobiert:

  • an der frischen Luft bewegen
  • viel trinken, z.B. Wasser, Kräutertee
  • gesund essen, d.h. viel Gemüse und Obst
  • total früh schlafen gehen

Weitere Tipps nehme ich gerne an!

Wie sich die Zeiten ändern

Heute war ich beim Friseur und beobachtete im Spiegel  eine Mutter mit ihren zwei, sagen wir mal so mittelprächtig bis gar nicht erzogenen Jungs, so zwischen 6 und 8 Jahren.

Die beiden hatten alle möglichen Wünsche zu ihrer Haarpracht, Irokese und Zickzackmuster, Gel und was weiß ich noch alles. Das taten sie lauthals und mit großer Selbstverständlichkeit kund .(Eine Kopfmassage bekamen sie erstaunlicher Weise nicht…)

Da musste ich daran denken, wie es „früher“ mit meinen ehrlich gesagt ziemlich wilden und nervigen  Brüdern war. Wenn  damals Frisör angesagt war, erhob sich Zeter und Mordio. Nein, sie wollten nicht und blärrten nervtötend herum. Ich weiß bis heute noch nicht, warum eigentlich…

Jedenfalls wollte mein Vater sich dieses Theater nicht wieder bieten lassen, er fuchtelte mit dem Rohrstock herum (den er, das sei ehrenhalber gesagt, wirklich kaum benutzte), und nahm diesen Stock unter seinem Mantel mit den plötzlich ganz braven Buben mit zum Frisör. Da gab es dann „Jungshaarschnitt“ ohne Murren..

Ja, so waren die Zeiten! Irgendwie so dazwischen, das wär´s, oder?

Tolle Musik….

Heute beginnt wieder meine Gymnastikgruppe „Fit ab vierzig“ (sie könnte eigentlich auch schon … „ab 50“  heißen…) und ich freue mich schon auf meinen Muskelkater von morgen….

Wir haben seit einiger Zeit eine neue Vorturnerin, so etwa 20 Jahre jünger als die meisten von uns. Sie ist echt super und stellt sich gut auf diese gemischte Gruppe ein. Nur mit der Musik hatte sie zu Beginn so ihre Schwierigkeiten. Beim letzten Mal aber war die Musik richtig gut, so 70er Jahre, sehr schwungvoll.

Als ich ihr nun freudestrahlend mein Lob aussprach, zeigte sie mir die CD – Hülle ….

„Schwungvolle Musik für Seniorengymnastik“ stand drauf. Ach, und ich fand uns sooo jugendlich!