Bücher im November

In der letzten Zeit habe ich viel gelesen. Allerdings nicht immer  hochgeistigen Kram, sondern mehr so das, was  leicht an der Trivialliteratur kratzt. Egal, Hauptsache es ging gut aus – und ich verrate euch auch die Titel nicht, das bin ich meinem Ruf ( hä??………) schuldig…

Aber unter den Büchern, die mir von lieben  Lesefreunden stapelweise gebracht worden, fand ich einige Schätze, die ich euch gerne vorstellen möchte. Vielleicht passt ja noch etwas auf euren Wunschzettel!

  • Rosemarie Marschner: Das Bücherzimmer(Frauenroman))
    Marie ist das uneheliche Kind einer österreichischen Bauerntochter. Die beiden haben keinen leichten Stand  im Dorf, Marie geht schon mit  14 nach Linz als Dienstmädchen zu einer reichen Familie. Ihr Dienstherr setzt sie als Vorleserin der Tageszeitung ein, als er erkennt, wie klug Marie ist. . Durch die Kommentare des alten Herrn wird sie so mit den politischen Ereignissen in ihrem Land vertraut. Es sind die 30er-Jahre, die Nazis etablieren sich und übernehmen schliesslich auch die Herrschaft in Österreich. Marie heiratet einen Bäcker und arbeitet in dem Bäckereibetrieb. Die Schwiegermutter jedoch versucht mit allen Mitteln, auch dem der Denunziation, Marie wieder loszuwerden….
    Ein spannender Roman, der die gesellschaftlichen Umstände im nationalsozialistischen Österreich zeigt.

Das Bücherzimmer

  • Thomas Medicus: Melitta von Stauffenberg     (Biografie)                                                                                                                                                                 Thomas Medicus beschreibt in seiner Biografie die außergewöhnliche Geschichte einer wagemutigen Frau. Sie war die Enkelin eines jüdischen Textilhändlers aus Odessa, Schwägerin des späteren Hitler-Attentäters, Flugpionierin, Testpilotin –Melitta von Stauffenberg führte ein für die damalige Zeit sehr ungewöhnliches Leben –  stets am Limit.                           Ihre Liebe zum  Althistoriker Alexander von Stauffenberg war, wie ihre Hingabe an die Fliegerei, bedingungslos und geradlinig. Ich war jedenfalls beeindruckt, aber auch erstaunt über dieses kompromisslose Leben.
  • Melitta von Stauffenberg

 

 

 

  • David Foenkinos: Charlotte (Biografie)
    David Foenkinos ist stark beeindruckt, als er auf Charlotte Salomons Zyklus „Leben? Oder Theater?“ stößt. Die fast 800 Blätter mit passenden Texten erzählen Charlottes Leben sehr anschaulich und eindringlich. 1916 wird sie als einziges Kind eines  Arztes und seiner depressiven Frau geboren. Ihre Mutter nimmt sich das Leben, als Charlotte noch klein ist. Erst durch die zweite Frau des Vaters findet sie  in ein halbwegs normales Leben. Mit der Machtergreifung Hitlers, ist das jedoch vorbei und einer langen Reihe von Schikanen folgt schließlich die Flucht nach Südfrankreich. Doch auch hier gibt es kein Überleben für jüdische Menschen.
     
    Auf der einen Seite ist es ein trauriges Buch, auf der anderen Seite schafft es der Autor dem Leser seine Charlotte ganz nahe zu bringen. Man kann merken, wie akribisch er recherchiert hat. Sein Schreibstil ist sehr ungewöhnlich, die Sätze sind sehr kurz und oft unvollständig. Dadurch entsteht eine besondere Wirkung.                                                                                     PS: Auf Youtube habe ich ein Interview mit dem Vater und der Stiefmutter nach dem Krieg (1963) gefunden.

  • Chiara Flood: Bruno und die Nervkaninchen                                                             Das ist ein Bilderbuch für alle, die in der Familie kleine Nervkaninchen haben. Diese bringen den gemütlichen Bären Bruno ganz schön aus seinem gemütlichen Trott. Aber er merkt irgendwann: Wie schön, wenn man Freunde hat!

Produkt-Information

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6 Gedanken zu “Bücher im November

  1. „… Hauptsache, es geht gut aus.“ Aus genau diesem Grund habe ich mir kürzlich einen Herz-Schmerz-Amischinken angesehen. Es musste sein, denn wie andere Dinge ausgehen, weiß ich noch nicht.
    Danke für die Buchtipps.
    Gruß von der Gudrun

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