Kinder, Kinder….

Einen Rucksack voller Erwartungen schleppen sie mit, unsere Kinder. Besser sollen sie es mal haben, eine gute Ausbildung, immer genug Geld und natürlich viele Freunde. Ach ja, sportlich auch noch und gesellschaftlich anerkannt.

Ich sehe die Gesichter der Kinder bei ihrer Einschulung, den Blick der Eltern, der Verwandten und der Freunde. Es gibt immer weniger Kinder in den Familien, ein einziges Kind muss oft zahlreiche Erwartungen erfüllen. Lasst eure Kinder noch ein bisschen Kind sein, denke ich und weiß auch, welche Sorgen die Eltern umtreiben…

Und ich sehe mich selbst als Mutter, pottenstolz natürlich – aber auch nachdenklich. Warum gehen die Kinder einfach  ihre eigenen Wege? Nehmen unsere durchdachten und klugen Ratschläge nicht an? Warum ist es oft so schwer zu akzeptieren, dass die eigenen Kinder nicht so sind, wie wir es von uns selbst erträumt haben? Ein bisschen mehr Toleranz wäre nicht schlecht, einfach zu sagen: Ich finde dich toll. Und  es macht auch gar nichts, dass Kind 2 jetzt ein fettes Tatoo auf dem Arm hat: Why be normal??Ja warum eigentlich…

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14 Gedanken zu “Kinder, Kinder….

  1. Ach ja, mein Kinde hat auch so einiges anders gemacht, als ich es ihr gewünscht hätte und teilweise auch bestimmt anders als sie es sich gewünscht hätte. Aber das Leben fragt nicht immer wie man es gerne hätte. Wichtig ist immer an seine Kinder zu glauben und sie zu stützen, wenn es nötig ist. Eins habe ich in den letzten Jahren ganz sicher gelernt. Egal was meine Tochter mit ihrem Leben anfängt, wichtig ist, dass es ihr dabei gut geht und sie glücklich ist. Dann bin ich es auch.
    Liebe Grüße Sabine
    Lieb e

  2. Wenn man selbst keine Kinder hat spiegelt man sich NUR an den Erwartungen der eigenen Eltern. Was habe ich mir in der Pubertät für Kämpfe geliefert, wofür? Für die Freiheit, das zu tun, was ich für mich selbst dachte zu wollen. Und heute: bin ich froh, dass meine Eltern vieles gar nicht hinterfragen, sondern einfach hinter mir stehen. Hinter dem, was ich tue, entscheide, wie ich lebe. Auch wenn das ganz sicher nicht immer dem entspricht, was sie sich für mich gewünscht hätten. Wenn Eltern sich von ihren Erwartungen lösen erleichtert das beiden Seiten den entspannten Umgang miteinander? Was bedeutet das eigentlich: (nicht) normal sein? 😉 Liebe Grüße Doris

  3. Dazu fällt mir folgendes Gedicht ein, kennst du sicher auch 🙂
    Deine Kinder sind nicht deine Kinder. 
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht 
des Lebens nach sich selbst.
    Sie kommen durch dich, aber nicht von dir, 
und obwohl sie mit dir sind, gehören sie dir doch nicht.
    Du kannst ihnen deine Liebe geben, 
aber nicht deine Gedanken, 
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
    Du kannst ihrem Körper ein Heim geben, 
aber nicht ihrer Seele, 
denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen, 
das du nicht besuchen kannst, 
nicht einmal in deinen Träumen.
    Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein, 
aber suche nicht, sie dir gleich zu machen. 
Denn das Leben geht nicht rückwärts
und verweilt nicht beim Gestern.
    Du bist der Bogen, von dem deine Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden!
    Der Schütze sieht das Ziel 
auf dem Pfad der Unendlichkeit, 
und er spannt euch mit seiner Macht, 
damit seine Pfeile schnell und weit fliegen. 
Lasst euren Bogen von der Hand 
des Schützen auf Freude gerichtet sein.
    Denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, 
so liebt er auch den Bogen, der fest ist.
    Khalil Gibran, arabischer Dichter
    (1883-1931)

  4. Liebe Rana,
    Sabine drückt genau das aus, was ich auch empfinde. Isas Gedicht ist, das was ich mir wünsche. Dass meine Kinder ihr eigenes Leben leben und gestalten.
    Der Lernprozess ist kein einseitiger, ich lerne seit sie auf der Welt sind so viel von Ihnen. Je älter sie werden desto mehr.
    Mein eigener Rucksack an unerfüllten Erwartungen, den ich mitgekommen habe, war nicht groß aber unhandlich. Ich habe ihn beizeiten abgelegt. Vielleicht hat mich das davor bewahrt, meinen Kindern so ein Gepäckstück aufzuhalsen.
    Lieben Gruss von Sabine
    PS: Was spricht gegen ein Tattoo? 😀

  5. Die Miss will auch ein Tattoo und Piercings… Ähm ja, ich hoffe mal, dass sich das mit 18 erledigt hat. 😉 Und wenn sie es sich doch „antut“. Nun ja, es gibt schlimmeres… wie Nelja schon geschrieben hat.

    LG

  6. Ein bisschen mehr Toleranz wäre nicht schlecht. Ja, das ist wohl so. Bei den eigenen Kindern, und bei denen die ganz neu mit großen Augen in der Schulbank hocken.
    Liebe Grüße von der Gudrun

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