Politikschnippsel 1

Neulich ein Gespräch in der Runde:

„Also, für Politik interessiere ich mich jetzt so gar nicht….“

„Aber du machst doch mit in der Initiative gegen die CO 2 Verpressung hier im Ort, das ist doch auch Politik.“

„Ja, aber ich meine so dieses Parteiengeklüngel, Dieses Postengezanke und diese Lügereien öden mich an.

So wie dieser Frau geht es vielen in unserem Land. Die große Politik ist undurchschaubar geworden. Wir fühlen uns oft  belogen und hinters Licht geführt. Viele Entscheidungen sind immer komplexer und unverständlicher geworden.

Umso wichtiger sind Aktionen und Gruppenbildungen an der Basis. Auch wenn man sich für gute Busverbindungen einsetzt oder für den Erhalt des örtlichen Schwimmbads, ist das Politik. Auch wenn man sich in einem Ausschuss für Kindergärten und Schulen einsetzt, ist das Politik!

Denn, so sagt die Bundeszentrale für politische Bildung:

“ P. bezeichnet jegliche Art der Einflussnahme und Gestaltung sowie die Durchsetzung von Forderungen und Zielen, sei es in privaten oder öffentlichen Bereichen. „

Sicher kann man seinen politischen Vorstellungen durch den Beitritt in eine Partei mehr Nachdruck verleihen. Aber auch ohne Parteibuch kann man in örtlichen Gremien eine ganze Menge bewirken.

Dieser Beitrag rutschte mir  anlässlich der Kommunalwahlen (unterirdische Wahlbeteiligung) und der jetzt gerade stattfindenden Bürgermeisterwahlen aus der Feder.

Jeder kann  Einfluss nehmen und unseren Staat mitgestalten, denn der Staat sind wir. Besser mitarbeiten als nur meckern oder die örtlichen (meist ehrenamtlichen) Politiker verspotten.

(Quelle:Wikipedia)

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6 Gedanken zu “Politikschnippsel 1

  1. Genauso sehe ich das auch. Jeder kann seinen Beitrag leisten, in Vereinen, in der Kommunalpolitik … Das hat schon manchmal viel bewirkt.
    Liebe Grüße von der Gudrun

  2. Je weiter oben angesiedelt, desto weniger DIREKTEN Einfluss hat der Einzelne – ist klar, werden ja auch immer mehr Leute, die mitreden (sollten). Um so wichtiger ist es, dass man da einwirkt wo man es kann, jeder in seinem unmittelbaren Umfeld, wo er mit Sachkenntnis und Herzblut mitreden und vor allem mitgestalten kann. Ich finde immer, wer nicht mit tut, darf auch nicht meckern. Parteigeklüngel ist dazu ganz und gar nicht nötig. Schließlich geht es immer darum, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Und das geht jeden an. Der Mensch ist nun mal kein Einzeltier.

    Grüße! N.

  3. Ich habe es ja gerade erlebt, wie Menschen sich zusammengetan haben, um einen Plan des Hamburger Senats zu kippen und plötzlich stand fast ein ganzer Stadtteil auf und wie es aussieht, haben wir den Kampf gewonnen. Es lohnt sich immer, es zumindest versucht zu haben, sich einzumischen, mit zu gestalten. Und das geht oft besser, wenn man nicht in den Strukturen einer Partei festhängt. Ich habe mich auch jahrelang in einer Partei engagiert, war Mitglied, bis ich irgendwann entnervt von parteiinternen Klüngeleien und der andauernden Selbstbeweihräucherung ausgetreten bin. Aber einmischen tue ich mich nach wie vor und ich werde es weiter tun. Anderes Beispiel ist der Atomausstieg. Auch wenn Fukushima der Auslöser war, ohne die jahrzehntelangen Proteste der Anti-AKW Bewegung, zu der ich mich zugehörig fühle, wären wir nicht da, wo wir heute wären. Und auch vor der eigenen Haustür gibt es meistens genug zu tun.

  4. Kommunalpolitik ist halt leichter zu erfassen und man hat hier eher das Gefühl, etwas bewirken zu können. Aber ich kann jeden verstehen, der sagt, er geht nicht zum Wählen, wenn Bundestagswahl wäre. Auch wenn das grundlegend falsch ist.
    LG
    Sabienes

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