Kleine Auszeiten

Ich liebe kleine Auszeiten vom Alltag – einfach mal etwas anderes sehen, machen, hören, riechen, trinken…(Tote Tante, Halligschluck…)

Da wir hier ja zwischen „den Meeren“ wohnen, ist es wirklich sehr einfach, schnell in eine ganz andere Landschaft zu fahren. Man muss sich nur entscheiden, ob Nord – oder Ostsee…

Einmal im Jahr treffen wir uns mit einer sehr bunt gemischten Gruppe – so nach dem Motto „Jeder nimmt einen mit…“ auf der Hamburger Hallig zum Grillen bei dem einzigen Haus auf der Hallig, einer Gastwirtschaft.

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Dabei muss so eine Aktion immer sehr schnell – je nach Wetterlage- gestartet werden. Also gestern.

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Bevor man über den Damm auf die Hallig gelangt, muss man erstmal eines der hellblau angestrichenen Räder ausleihen.

Es sind alles ziemliche Schrottgurken,und man sitzt drauf wie der Affe auf dem Schleifstein…ein Schaf und ich sind beim gegenseitigen Ausweichen auch irgendwie ins Gehege gekommen und haben uns einige blaue Flecke zugezogen (jedenfalls ich, das Schaf hat geschwiegen…)

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(Achtung, es folgt ein melancholischer Teil, bitte ggf. das Lesen einstellen)

Die tollen, zum Teil lustigen aber auch traurigen Gespräche, die wir bei der Lammhaxe oder auf der Bank am Deich führten, zeigten wieder mal, wie schnell alles im Leben anders werden kann.

Ohne jetzt  Details wiederzugeben, habe ich mal wieder so gedacht: Ja, jeder von uns sollte seine Zeit genießen, sich über Sonnenuntergänge und Schafkötel oder einen leckeren Rotwein freuen und nervige Kleinigkeiten einfach ignorieren! Okay, ist jetzt keine neue Erkenntnis – aber wahr! So haben wir dort gesessen, bis die Sonne unterging. Es wurde recht kalt, aber der Wirt hatte Decken für uns…

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Nur diese kleine Ente leistete uns Gesellschaft.

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Also, genießt das Wochenende, bei uns hat es sich – trotz des anders lautenden Wetterberichts – einfach zugezogen, tss. Aber der Vorteil: Ich kann gleich in einem leeren Schwimmbad meine Bahnen ziehen.

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17 Gedanken zu “Kleine Auszeiten

  1. Ein schöner Bericht. Deine Einstellung teile ich vollkommen, wenn es auch nicht immer umzusetzen geht.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende mit viel Sonne und Gemütlichkeit.

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  2. Die Erkenntnis ist nicht neu, aber leider hapert es auch bei mir mit der Umsetzung. Erst gestern, als ich meine Ex-Kollegin im Cafe sitzen sah und nicht umhin konnte es zu hören, das offenbar ihr Mann gestorben ist, dachte ich wieder, wie tragisch, auch wenn ich die Kollegin nicht leiden kann.
    Wir genießen heute das Wetter… ordentlich was los bei uns und wir haben immer noch strahlenden Sonnenschein und Hitze.
    Ich war noch nie auf einer Hallig… trotz 20 Jahre Haus auf Eiderstedt…

  3. Ich glaube mein Kommentar ist weg. Dabei hab ich nur ein bisschen bedauert, dass ich nicht im Norden geblieben bin.Manchmal fehlt mir der kurze Weg zum Meer.
    Und außerdem wollte ich noch anmerken, dass Inselräder immer alte Gurken sein müssen!

    Grüße! N.

  4. TJa, es ist schon blöd, dass einem der Vorsatz, das Leben zu geniessen und sich nicht ständig aufzuregen immer wieder einfällt, wenn so etwas passiert. Vielleicht sollte man sich überall Zettel hinkleben, abe die übersieht man sicherlich irgendwann.

    Das Leben ist kurz und je älter ich werde umso kürzer erscheint es mir. Blöd.

  5. Das Meer auf beiden Seiten, hach! Ich war noch nie auf einer Hallig und wünschte mir mal eine Auszeit auf eben so einer – oder nur ne Insel würde auch reichen. Langeoog vielleicht!

  6. Ich versuche den Vorsatz, die schönen Dinge des Lebens voll und ganz zu genießen, und die weniger schönen wie z. B. unsympathische Kollegitäten entweder zu ignorieren oder mit einem Achselzucken hinzunehmen. Ganz klappt das nicht immer, was ja auch völlig normal ist, aber ich glaube, ich mache Fortschritte…
    Es muss schön sein, zwischen den Meeren zu sitzen, zu grillen, den Sonnenuntergang zu beobachten…
    Hab noch ein wundervolles Wochenende!

  7. Wir entscheiden auch immer kurzfristig, was wir unternehmen, oder ob wir was unternehmen.
    Die Ente im Abendlicht kommt besonders gut zur Geltung.
    Hoffentlich sind deine Blessuren nicht so arg.
    Schön, die Abendsonne.
    Liebe Grüße
    Bärbel

  8. Liebe Rana,
    die Erkenntnis ist nicht neu, aber eine die man sich immer wieder vor Augen führen muss. Danke für’s Erinnern. Ich geh jetzt den Tag genießen.
    Lieben Gruss von Sabine

  9. Euer Treffen hört sich doch nach einer schönen und kommunikativen Tradition an. Deine Wohnlage ist wirklich beneidenswert. Hier arten irgendwelche Events leider fast immer in (anonyme) Massenevents aus. Lg, Annemarie
    P.S.: Was war denn mit dem Schaf?

    • Das Schaf lag auf dem Weg – das machen die da so – es sprang unvermittelt auf und ich versuchte auszuweichen mit dieser Gurke… dabei stürzte ich leider … und das Schaf machte sich aus dem Staub (Verkehrsflucht…) Nu habe ich etwa 7 blaue Flecken an Wade, Schienbein und Hüfte….

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