Buch der Woche 2/13

Vorausschicken möchte ich, dass ich die Bruno – Krimis von Martin Walker, die alle im französischen Périgord spielen, sehr gerne gelesen habe. Nun hatte der Verlag ein „Frühwerk“ des Historikers und Journalisten nachgeschoben.

Und eigentlich weiß ich es doch: Wird bei einem erfolgreichen Schriftsteller später eines seiner Frühwerke (das vorher keinen Verleger gefunden hatte) veröffentlicht, so taugt es oft nicht viel. PFUI, das ist nun etwas gemein, denn so viel wie Martin Walker für dieses Buch recherchiert hat, muss man ihm zumindest Respekt zollen. Es spielt auf drei zeitlichen Ebenen: Jetzt, während des 2. Weltkrieges (Resistance) und 17.000 v. Chr. .

Inhaltlich geht es um eine prähistorische Höhlenmalerei und um den Streit zwischen Menschen verschiedener Nationen darüber.

Etwas krampfhaft hat Walker die Charaktere gestaltet, ein bisschen Liebe eingebaut, aber alles wirkt sehr bemüht und als Norddeutsche würde ich sagen: Es fehlt ein büschen Butter bei die Fische….

Wer sich für das Périgord, die Résistance und Höhlenmalerei interessiert, hat sicher Freude an diesem Buch, den anderen würde ich doch sagen: Lest lieber die Bruno – Krimis vom gleichen Autor!

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2 Gedanken zu “Buch der Woche 2/13

  1. Man mag von Verlegern halten, was man will (mainstream, profitbedacht … und andere böse Dinge), aber sie verstehen eben neben allem anderen auch ein bisschen was von Literatur. Es gibt viele gute selfpublisher inzwischen, aber auch viel Müll auf dem Markt. Ich hab mich inzwischen völlig auf Privatempfehlungen verlegt. Leute, die ähnlich ticken wie ich, mögen auch ähnliche Literatur. Da kommen spannende Sachen bei raus, mit und ohne Verlag.

    In einem gebe ich dir völlig recht: traue keinem Erstlingswerk, das NACHTRÄGLICH ausgegraben wird.

    Grüße! N.

  2. Hi Rana, eigentlich lese ich sehr gerne das Erstlingswerke. Wobei ich allerdings das erste verlegte Buch meine (es handelt sich dabei also wohl um etwas anderes). Gerade etablierte Autoren scheinen mir nach einer gewissen Zeit nicht mehr so kreativ zu sein, so als seien sie „satt“ (im Grund können sie abliefern, was sie wollen, denn sie sind haben ja einen bekannten Namen)… Erstlingswerke neuer Autoren dagegen sind m.M.n. häufig Volltreffer. Vermutlich deshalb, weil es ein unbekannter Schriftsteller schwer hat, einen Verleger zu finden und findet er dann doch endlich einen: dann muss das Teil schon wirklich gut sein. Ist zumindest meine Theorie. Lg, Annemarie

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