Was uns nützt…

Ich möchte ungern aus meinem kleinen Kalender zitieren, der mich in der Zeit „7 Wochen ohne…“ begleitet (schließlich kann man ihn sich ja kaufen 🙂 )

Das Zitat des schwedischen Arztes Axel Munthe finde ich jedoch sehr bedenkenswert.

Sinngemäß sagt er, dass wir uns alles, was wir wirklich brauchen, für wenig Geld kaufen können. Nur das Überflüssige würde sehr viel kosten.

Stimmt das??

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7 Gedanken zu “Was uns nützt…

  1. … und noch dazu gibt es Dinge, die man ganz wesentlich braucht, und die kann man gar nicht kaufen. Weder um viel, noch um wenig Geld (die Liebe eines Menschen, eine gewisse Grundgesundheit, Zufriedenheit, Dankbarkeit,…).
    Ich weiß, dass viele staunen, dass wir mit „so wenig“ Geld auskommen. Wir empfinden aber nicht, dass wir „so wenig“ Geld haben. Nur eben aus dem Blickwinkel manch anderer, die eben ständig ausgehen, Urlaube in Übersee machen u.dgl. ist unser Leben natürlich mickrig. Aber wir haben alles (sicher auch einige Wünsche, aber irgendwann erreicht man mit Sparen auch so einiges) – und sind zufrieden. Letzteres kann mir keiner kaufen.
    Alles Liebe. maria

  2. Ich möchte dazu nur sagen, das nicht jeder auch nur das nötigste kaufen kann, z.B. HartzIV Empfänger, Menschen mit Grundsicherung. Und so ein Kalender gehört ganz sicher dazu. Ich glaube, es ist ein Unterschied, wenn man freiwillig verzichtet oder gezwungenermaßen, weil das Geld nicht mal für das nötigste reicht.
    Insofern muß ich dem Herrn Munthe widersprechen.

    • Genau diese widersprüchlich Gefühl hatte ich beim Lesen dieses Textes auch: Ich leide keine NOt, kann also freiwillig verzichten… das ist leichter. Und für mich ist der Text stimmig. Aber für jemanden, der wirklich nicht genug Geld, z.B. für medizinisch Notwendiges (ich denke da z.B. an Griechenland)hat, siehst das schon anders aus.

  3. Diese Frage finde ich schon nachdenkenswert. Es stimmt schon, dass ich auch auf manches verzichten kann. Und Glück oder Zufriedenheit – solche Dinge lassen sich nicht mit Geld kaufen. Was mich an solchen Aussagen stört ist allerdings die Verallgemeinerung. Ich finde es gibt immer zwei Seiten. Wie du selbst schreibst, wenn man den Verzicht aus freien Stücken wählt kann man die Aussage so stehen lassen. Doch wenn jemand wirklich zu wenig hat, steckt in der Aussage sogar eine gewisse Arroganz – oder eine Zurechtweisung. Wie kannst du nur so unzufrieden sein, das notwendige kostet doch nicht viel. Was wir wirklich brauchen ist individuell und nicht nur auf´s körperliche Überleben ausgerichtet. Genau da steckt für mich ein Widerspruch. Auf jeden Fall ein sehr nachdenkenswerter Satz.

  4. Ein schönes Thema ist das. Mit dem neuesten Beitrag hast du ja genau dort angeknüpft. Ich habe einmal gehört: Gesellschaft verlangt. Darüber habe ich lange nachgedacht. Am Ende bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, dass Gesellschaft so lange verlangen kann wie sie will. Die Frage ist ja, was für MICH wichtig ist. Und ganz ehrlich, dazu gehören für mich Dinge wie Liebe, Zuneigung, Lächeln, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Zugang zu Wissen und Kultur und einige Dinge mehr, die man eher nicht mit Geld zu erledigen sind. Wobei, und da muß ich eine Einschränkung machen, Wissen & Kultur immer teurer werden. Manch einer muß sich da schon die Frage stellen, welche Prioritäten er/sie setzt. Aber A..rmani und Co. können mir mein Glück nicht ersetzen.

    Viele liebe Grüße, die Emily

  5. Pingback: Was uns wirklich nützt | Mensch lebt nur einmal

  6. Ich hätte mir den Kalender gern gekauft und noch mehr von dieser Aktion … Aber als EHB mit ALG II habe ich das Geld dazu nicht – und die angebotene Möglichkeit auf der Website erschien mir zu sehr als Bettelei. So.

    Trotzdem hat der Schwede sicher etwas Recht, denn das wirklich Wichtige ist meist sehr günstig oder gar kostenlos. Überflüssiges könnte ruhig noch teurer werden …

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