Wääääääääääää2099

Also, ich habe immer noch „Rücken“ und so beschloss ich heute mal meinen Orthopäden ( da war ich bestimmt 5 Jahre nicht) anzurufen..

Orthopädische Sprechstundendame: Guten Tag, hier ist die Praxis…. mein Name ist…. was kann ich für sie tun?

Ich: Ich brauche dringend einen Termin…

OSp: Ja also, heute geht da gar nichts, morgen früh könne sie sich ab 7 Uhr anstellen, dann bekommen Sie so gegen Mittag einen Termin…

Ich ziehe nun meine Wunderwaffe. Dass ich diese besitze, dafür kann ich nichts und Gerechtigkeit ist auch etwas anderes…aber…

Ich: Ja, das ist schwierig, da ich am Vormittag Unterricht habe…

(Das Zauberwort ist natürlich „Unterricht“ = Lehrer = Privatpatient… )

OSp:  Dann kommen  Sie am besten morgen Nachmittag um 15:00 Uhr kommen, nehmen Sie aber etwas Wartezeit mit…

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26 Gedanken zu “Wääääääääääää2099

  1. Ich finde es ziemlich fies, immer gleich die Dollarzeichen in den Augen zu unterstellen. Die Denkkette könnte genau so gut sein: Unterricht – Lehrerin – kann vormittags nicht – muss sie sich halt nachmittags anstellen, nämlich um 15:00 Uhr, wenn die Praxis nach der Mittags“pause“ wieder auf macht. Und da nachmittags meist weniger los ist als am Vormittag, wartet man da auch nicht so lange. Im Übrigen JEDER.

    Grüße! N.

  2. Hmmm, ich glaube beide Sichtweisen haben was für sich. Leider tendiere ich allerdings, und das aus Erfahrung heraus, zu Ranas Version. Schon oft erlebt, wie sich dann die Türen öffnen und Termine auf einmal frei werden, nur weil man eben anders versichert ist, als die anderen.

    Ich selbst bin bei der AOK und doch habe auch ich einen Joker. Wenn ich einen dringenden Termin brauche melde ich mich prinzipiell immer mit „Schwester Mandy, Senoirenresidenz….“
    Sobald dann geschnallt wird, ah, das ist eine aus der Zunft, klappt es auch immer. Nicht schön für andere, ich weiß. Aber bei Schmerzen ist sich jeder selbst der Nächste…

    Gute Besserung wünsche ich dir. Mandy

    • Mir persönlich geht es auch so, GK-versichert, aber eben Kollegin. Da gehe ich meist gar nicht in die offizielle Sprechstunde.
      Aber ich kenne eben die andere Seite und das Prozedere der Terminvergaben. Und da muss ich mal eine Lanze brechen für die vielen vielen Mädels an den Tresen, die zuerst auf den Patienten und erst dann auf die Versicherungsart gucken.

  3. Also das mit privat stimmt schon. Ich als Kassenpatient hatte mal (welche Frechheit) freitags einen so massiven Hautausschlag, dass ich unbedingt einen Arzt brauchte. Es hieß: morgens bekam ich in wohlgemerkt drei Praxen keinen Termin mehr. Alternative alle drei boten mir an Nachmittags zur privaten Sprechstunde zu kommen – müsste ich aber dann halt privat bezahlen. Und in meiner Not habe ich das dann damals auch gemacht.

  4. ich hoffe, dass es dir dann inzwischen wieder etwas besser geht. Bei uns gibt es wirklich „Privat“ nicht, man muesste dann den Obersten anrufen, aber nicht den behandelden Arzt. Aber wenn man Schmerzen als Grund angibt, dann wird man meist irgendwo noch mit reingequetscht.

      • alles OK, habe nur Familien „INvasion“, bei meinem Sohn wird in der Wohnung verschiedenes gearbeitet, jetzt ist halt die ganze Familie bei mir und da komm ich zu noch weniger als sonst.

      • Das ist sicher ganz schön anstrengend 😉 Mir reicht es immer schon, wenn unser Junior für eine Woche oder so kommt…plötzlich wieder kochen und waschen und einkaufen in größeren Mengen…

      • nicht nur das, die Enkelkinder schlafen bei uns im Zimmer und ich steh dann in der Nacht auf, wenn sie etwas brauchen

  5. Am besten ist noch, man kennt einen, der einen kennt und der macht dann die Termine. Wegen der Juniorentermine lasse ich diese oft vom Hausarzt machen. Selber versuche ich seit Stunden einen Gesprächstermin mit einem Facharzt in Mannheim zu machen – es gestaltet sich äußerst schwierig.

    Genieß den Vorteil und lass deinen Rücken mal gerade rücken.

    • Genau so ist es mir jetzt ergangen bei der Terminsuche beim Rheumatologen. Ich hatte einfach nur Glück, dass ich eine kenne, die einen kannte … Mitte Mai darf ich kommen.

      Liebe Grüße von der Gudrun
      (oder von Rücken zu Rücken? Rücken an Rücken? … ich hör jetzt auf.)

  6. Was hälst du von einem Arzt, der nicht so überlaufen ist? Auch bei uns (sicher wie bei euch) gibt es so etwas. Ich bin auch GK, aber einen Arzt, bei dem ich STUNDEN warten muss, tue ich mir nicht mehr an. Bis zu einer Stunde ist okay, alles andere ist schon Körperverletzung.

    Ich halte es mit meinen Elternterminen auch so und mute keinem zu, wegen meiner Koordinierungsunfähigkeit länger zu warten.

    Gute Besserung für Rücken und co, liebe Rana.

    LG Anna-lena

      • Ich habe meinen Internisten mittlerweile in Berlin (von uns ca. 20 km), aber ich habe es kein einziges Mal bereut. Das heißt natürlich, Auto fahren, Zeit investieren, aber wenn ich einen Termin habe, warte ich maximal eine halbe Stunde) und er ist der Arzt unseres Vertrauens (sagt selbst mein Mann, der im Zweifel zum Arzt geprügelt werden muss).

        LG und viel Erfolg!

  7. In unserer Stadt gibt es inzwischen eine solche Fülle an Fachärzten, dass man auch als Kassenpatient schnell einen Termin bekommt. Längere Wartezeiten gibt es nur bei den Ärzten, die ein ganz spezielles Fachgebiet haben. Schlimmer als bei den Fachärzten ist es bei den Hausärzten, man kann da zwar bei Problemen immer kommen, muss aber oft sehr lange warten.
    Ich wünsche Deinem Rücken gute Besserung.
    Grüßle Bellana

  8. Der schnelle Termin sei Dir von Herzen gegönnt, eine Unverschämtheit ist es trotzdem. Wir haben das mal getestet: Anruf beim Augendoc zuerst ich, Kassenpatient… ja so in drei Monaten…
    Martin hat gleich nach mir angerufen und so getan als sei er Privatpatient. Morgen früh um 8.00 Uhr…. ist Ihnen das Recht.
    Aaaarghh….

      • Jetzt sag ich mal meinen Lieblingssatz (ich darf das, auch wenn mich einige dann immer Kollegenschwein nennen): Auf jeden verhungerten Arzt kommen zwei verhungerte Immobilienhändler.

        Und selbst meine Beschwerde bei der KV (ging um den Internisten meines Vaters) hat trotz sachlicher und fachlicher Begründung NICHTS gebracht. Wir – ähm er hat natürlich unabhängig davon sofort den Arzt gewechselt.

  9. Die Ärzte wollen eben nicht ohne Honorar arbeiten. Das ist auch verständlich. Die Kassen beobachten das sehr genau. Ich weiss von einer Fachärztin die ich persönlich kenne, sie hat in einem Jahr über 6000 € – von der Kasse nicht ausbezahlt bekommen. Sie sagte zu mir – das kannst du mir glauben, im nächsten Sommer werde ich öfter auf meiner Terrasse liegen anstatt zu arbeiten. Deshalb gehe ich auch zu einer Hausärztin die ich über meine Arbeit kennengelernt habe. Dafür fahre ich Zwanzig KM.

    • Das ist allerdings auch wahr. Ich kann jeden verstehen, der seine Patientenzahl deckelt und eben Aufnahmestopp hat oder den Zufluss über die Praxisöffnungszeiten reguliert. Für das (und zwar alles), was man tut, soll jeder angemessen entlohnt werden.
      Darüber hinaus gibt es aber nicht wenige Ärzte, die auf sehr hohem Niveau jammern. Und mal ehrlich, auch die Patientenseite tut das. Schon mal in andere Länder geguckt (oder im Auslandsurlaub mal was vom Gesundheitswesen gebraucht)?
      Leute, bei allen Malessen: uns geht es hier in Deutschland richtig gut!

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