Gespräch…

Treffe ich am Sonnabend eine alte Bekannte auf dem Markt. Ich wusste, dass in kürzester Zeit sowohl ihr Vater als auch ihre noch junge Schwägerin verstorben waren.

Ich: „Ihr hattet ja in diesem Jahr auch schon ein paar Schicksalsschläge zu verkraften.“

Sie: „Ja und es geht so weiter, erst ging meine Waschmaschine kaputt, dann vorgestern das Auto…“

Ich: ??????????????xxxxxxxxxxxxx????????????????????

Ich wünsch euch einen sonnigen Sonntag, ich werde jetzt mal draußen einige Fotoversuche machen, wenn mir die Hand nicht einfriert…

EDIT: Fotos ging nicht, Batterie war plötzlich leer (oder hat sie auch nur gefroren?)

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16 Gedanken zu “Gespräch…

  1. Hat dafür noch Töne? Aber solche Aussagen kenne ich auch, leider. Im ersten Moment steht man ziemlich verdutzt da und begreift gar nicht, was die andere Person da von sich gegeben hat oder man fragt sich, ob man sich auch nicht verhört hat…

    Auf deine Fotoversuche bin ich ja schon mal gespannt. Ich kann leider nicht so draußen herumstapfen, da mir jeder Schritt weh tut.

    Machs gut, liebe Rana. Mandy

  2. Oder sie wollte nicht drüber reden!? Kann ja auch ein Schutzmantel sein. Alte Bekannte ist halt nicht Herzensfreundin. Und Marktplatz ist nicht Küchentisch. Überall wird man von jedem drauf angesprochen und zieht dann die Reißleine … möglicherweise nicht immer die passende. Ein: Ja, aber ich möchte hier nicht weiter drüber reden, hätte es sicher auch getan. Aber weißt du, wieviele das vorher schon ignoriert hatten? Ich würde da gar nicht so streng mit ihr sein.

    Grüße! N.

    • Das kann auch sein, aber ich habe wirklich lange darauf herumgedacht. Ob man manchmal auch so „herzlos“ rüberkommt, obwohl man es nicht so gemeint hat?

  3. Tja, Prioritäten halt!
    Wahrscheinlich hat sie gar nicht geschnallt, was sie da sagt.
    Manchmal ist es auch so, dass man sich, um von den großen Katastrophen abzulenken, mit Kleinigkeiten beschäftigt – die kann man eher begreifen.
    Aber das ist jetzt ein bisschen Hühnerpsychologie!
    LG

  4. nu geb ich auch meinen senf zu
    weißt du wenn du wen verloren hast, bekommst du von alen seiten zu hören, wie schwer das doch sein muss, was für ein toller mensch es war, nett gemeinte floskeln, die eigentlich von hilflosigkeit deines gegenübers zeugen…sie haben mich so angekotzt, sorry aber es tut so verdammt weh und du versuchst dein leben in den griff zu bekommen, weil du ja gleichzeitig auch immer hörst“das leben muss weiter gehen“ du bist für deine familie da, die erde dreht sich weiter, du musst weiter miete zahlen, also auch weiter arbeiten, weiter funktionieren und du willst es auch und dann kommen immer wieder leute die dich erinnern, die an der wunde kratzen, bitte nicht falsch verstehen, aber wenn ich von mir ausgehe, dann ist das ne reine schutzreaktion, schnell über das schreckliche geschehen hinweg gehen und mit den aktuellen problemen auseinander setzen, bei mir hat es nun fast 10 jahre gedauert bis ich mir erlaubt habe richtig um meinen bruder zu weinen, richtig den schmerz zuzulassen, richtig zu trauern, vorher war ich dazu nicht bereit, habe mir eingeredet er würde noch da sein, irgendwo zeugenschutzprogramm oder sowas, das war einfacher, weil es so ungerecht war, weil er so ein lieber mensch war, weil er viel zu jung war und vor allem unschuldig
    bitte versteh es nicht falsch, ich will dich sicher nicht angreifen, nur ein wenig den blick weiten für menschen die mit ihrer trauer anders umgehen, weil sie sich selber schützen müssen, weil ihre seele sonst zerbricht

    • Vielen Dank für deine offenen Worte. Du hast sicher Recht, wahrscheinlich bauen wir uns oft so einen Schutzwall um uns herum, damit wir dem Alltag standhalten können- Dann kommt es vielleicht auch zu solchen „merkwürdigen“ Sätzen-Schön, dass du das so persönlich erklärt hast!

  5. Und zur Kamera: Ich ziehe die Handschuhe an, um die Kamera zu wärmen. Ich selber bräuchte keine, wenn ich die Hände einstecken könnte. Aber der Akku macht im Winter wirklich schnell schlapp.

  6. Tja, so verschieden setzen die Leute ihre Prioritäten.

    Toi, toi, noch hat meine Canon sich tapfer gehalten. Ich hatte schon wehtu-Finger, sie war immer noch bestens aufgelegt.

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